Bericht von der Sitzung des OSR am 4. August 20221

Am 30. Juni fand auf Bitten des Ortsseniorenrats im Sitzungssaal des Rathauses eine Informationsveranstaltung für den OSR statt. Unter der Leitung von Frau Kienzle-Krauter, Mitarbeiterin des Bauamtes, wurde er ausführlich über die gegenwärtige Planung informiert. An dieser Stelle bedankt sich der OSR dafür, dass die Gemeinde das Bemühen des OSRs würdigt, an einer sinnvollen Lösung der schwierigen Verkehrsprobleme mitzuwirken. Am 04. August tagte er erneut vollzählig im Bürgerhaus und diskutierte die Ergebnisse der Informationsveranstaltung. 


Corona bedingt fand unsere Besprechung hinter dem Bürgerhaus im Freien statt.
Von Links: Annegret Kuttruf (nicht abgebildet), Günther Krüger, Ingrid Teufel, Sigrid Gehring, Ursula Reitz, Uwe Rahr, Rolf-Jürgen Hägelbarth, Klaus Werner, Rüdiger Frey

Folgende Problembereiche werden diskutiert und sind zum Teil bereits entschieden:

Bushaltestelle Welzheimer Str. vor Kugler (Geffken) und Schmid/Holl: 
Die Haltestelle vor ehemals Getränke-Kugler soll bis zur Fahrbahn vorverlegt werden, um einen barrierefreien Zugang zu schaffen. Dies kann einen Rückstau des Verkehrs bewirken, wenn der Bus zum Ein- und Ausstieg der Fahrgäste halten muss. Bei der Bürgerbefragung wurden Ideen vorgetragen um dies zu verhindern. Diese Vorschäge wurde aber nicht in die Planung übernommen.
Die Haltestelle vor Schmid/Holl bleibt erhalten und wird weiterhin als Anfangs- und Endhaltestelle barrierefrei genutzt werden.

Planung für Neugestaltung Einmündung Jägerhalde

Lommatzscher Straße / Welzheimer Straße: Die zwei bisher vorgesehenen Kreisverkehre entfallen in der gegenwärtigen Planung, da sie nach Meinung des Instituts keine Verbesserung des Verkehrsflusses bewirken würden. Die Einbiegung zur Ortsmitte und in die Lommatzscher Straße bleiben unverändert; die Fußgängerampel wird aber in Richtung Aldi verlegt, eine weitere Überquerungsmöglichkeit ist in Höhe des Ärztehauses vorgesehen.

Die Bauarbeiten an der Jägerhalde sind abgeschlossen.
Die Absenkung des Gehweges zur besseren Überquerung der Straße bedeutet eine Erleichterung für die Fußgänger. Der Überweg längst der Welzheimer Straße zur Überquerung der Jägerhalde wurde einige Meter nach oben verlegt. Dies hat den Nachteil, dass der Überweg für Fußgänger und Autofahrer schwerer erkennbar ist. Aus Sicht des OSRs sollte dieses Planungsdetail nochmals überdacht werden Eine künstliche leichte Bodenwelle oder ein Wechsel im Straßenbelag vor der Fußgängerquerung kann die Geschwindigkeit der Autos reduzieren! (Beispiele siehe unser Bericht zur Jägerhalde)

 Metzgerei Kühnle/Bäckerei Mildenberger:
Im Bereich von Metzgerei und Bäckerei fehlt ein Gehweg. Passanten sind gezwungen, die Straße zu benutzen oder am Eingang der Metzgerei vorbei zu gehen. Dies ist für Fußgänger gefährlich bzw. umständlich und sollte vermieden werden.

Backnanger Straße, neue Einmündung zum Wohngebiet Sandäcker 2:
Aus Sicht des OSRs lässt sich die Verkehrssituation für den Autoverkehr nicht zufriedenstellend lösen. Ein Verkehrsberuhigter Bereich trifft direkt auf eine Kreisstraße.  Die Gefahrenlage ist offensichtlich. Eine Die Abzweigung in das Wohngebiet kann aber als zusätzlicher Fußweg sinnvoll genutzt werden.

Brüdener Straße: Im Bereich des Heimatmuseums bis zur Kanzlei Stuhlmann wird Orts einwärts auf der rechten Seite geparkt. Fahrzeuge, die den Ort verlassen, überfahren häufig den Gehweg, um den Gegenverkehr vorbei zu lassen. Dadurch werden Füßgänger gefährtet. Der OSR schlägt eine Verkehrszählung vor, um genauer zu ermitteln, wie viele Fahrzeuge in Berufszeiten die Stelle passieren müssen. Weiterhin schlägt er vor, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h innerhalb der Ortschaft überall vorzuschreiben und in der Brüdener Straße ein generelles Parkverbot zu erlassen. Vom Ortsschild des Ortseingangs an sollte eine intelligente Ampel nach dem Vorbild von Unterbrüden den Verkehr auf 30 Km/h abbremsen, um einen ruhigen Verkehrsfluss zu gewährleisten.

Der OSR empfiehlt eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h im gesamten Ortsbereich. Für die Welzheimer Straße von Edeka über Rossmann, Volksbank und Aldi wird sogar eine 20-er Zone von der Gemeindeverwaltung in Betracht gezogen, da sich bereits jetzt und zunehmend in den nächsten Jahren der Ortskern hierher verlagern wird.

Für den Ortsseniorenrat: Klaus Werner, Günther Krüger und Uwe Rahr.


Anfragen

Antrag des Ortsseniorenrates Weissach im Tal

Die Gemeinde Weissach im Tal strebt eine Hebung der allgemeinen Verkehrssicherheit in der Forststraße / Backnanger Straße in Unterweissach an.

Bei Regen bekommt man hier nasse Füße wenn man über den Zebrastreifen die Straße überquert.

Im Einzelnen ist folgendes dringend zu verbessern:

  • Obwohl der Straßenbelag teilweise geflickt wurde, bilden sich Pfützen, die direkt die Fußgänger benetzen;, um Abhilfe zu schaffen,  müsste der Straßenbelag völlig erneuert werden
  • Gehweg Höhe Haus Müller (Müller-Zimmermann): direkt nach dem Betreten des Gehweges größere Tiefe; Spritzwirkung auf Gehweg kolossal
  • Der Bordstein beim Fischbrunnen sollte wegen der Fußgänger entsprechend abgesenkt werden
  • Straße ab Einfahrt von der Goethestraße bis Lindenplatz sollte als 30iger Zone ausgewiesen werden
  • Parkinsel vor der Post; Entfernung des Pflanztroges schafft 1 Parkplatz direkt vor der Post mehr; Vorschlag: Begrenzung der Parkzeit auf 15 Minuten; alternativ Schaffung einer Abstellmöglichkeit für Fahrräder, Kinderwagen oder / und Rollatoren
  • Markierte Parkplätze in der Forststraße Höhe Teeladen und Haus Sanzenbacher: Autos parken oft komplett auf dem Gehweg zu Lasten der Fußgänger. Deshalb klare Kennzeichnung inclusive Beschilderung.  Die Parkierung der Autos kann nur teilweise auf dem Gehweg erfolgen
  • Prüfung durch die Fachbehörde im Rahmen einer kurzfristig durchzuführenden Verkehrsbegehung, ob der Fußgängerüberweg in der Forststraße ausreicht, an der richtigen Stelle ist oder ein weiterer Überweg in der Forststraße hinzu kommen muss. Der Termin der Begehung soll im Nachrichtenblatt veröffentlicht werden. Der Ortsseniorenrat wünscht eine Einladung dazu.

Begründung

In letzter Zeit hat sich Vieles in der Backnanger Straße verändert: Eine neue Einmündung kam hinzu, Gebäude wurden fertiggestellt und der Ochsengarten ist hauptsächlich über die Backnanger Straße erreichbar. Die Aufwertung als „Einkauf- und Wohnstraße ist nicht zu übersehen.  Es ist höchste Zeit, die dortige Verkehrssituation allgemein in den Blick zu nehmen.

Die Backnanger Straße ist die einzige Verbindung in Richtung Ortsmitte, welche keine 30-km-Zone ist. Die Begründung, es handele sich um eine Kreisstraße ist nicht (mehr) zeitgemäß.

Jägerhalde

Die Arbeiten zur Fertigstellung der Jägerhalde haben begonnen.
Schon 2016 hat der Ortsseniorenrat seine Wünsche für die Gestaltung der Jägerhalde der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat zugesandt. Der Ortsseniorenrat hat bei seinen Überlegungen die UN-Behindertenrechtskonvention berücksichtigt, die eine „gleichberechtigte Teilhabe der Behinderten am Verkehr“ fordert. Dazu zählt die Barrierefreiheit im Straßenverkehr.

Zur Erinnerung veröffentlichen wir die im Jahr 2016 vorgestellte Power Point Präsentation und hoffen, dass die damals von uns gemachten Vorschläge zum Bau des Gehweges in der Jägerhalde Berücksichtigung finden.

Zur Präsentation